Philip Armstrong

Symphonie 4: Von Ökologie und Geist

Einführung:

Philip Armstrongs Symphonie Nr. 4, Of Ecology and Mind, untersucht die ethische und metaphysische Beziehung zwischen der menschlichen Domäne und der Umwelt. Sie widerlegt die Prinzipien des Anthropozentrismus und bekräftigt sowohl den inneren Wert der Natur als auch die damit verbundenen moralischen Notwendigkeiten für die Menschen zur Förderung der ökologischen Nachhaltigkeit und der biologischen Vielfalt. Jeder der sieben Sätze verwendet einen vom Komponisten erstellten Text, der auf der Arbeit eines Schriftstellers basiert, der sich mit diesen oder verwandten Themen befasst.

1: "Of Contingency" basiert auf Platons "Cratylus", in dem Sokrates argumentiert, dass sich alles ändern kann und dass die Menschen dementsprechend die Stärke besitzen, einen positiven Unterschied in der Welt zu bewirken.

2: "Hybris" basiert auf Ovids "Metamorphosen", die die Fallstricke der Arroganz gegenüber der Natur veranschaulichen.

3: „The Round River“ basiert auf der Arbeit von Aldo Leopold, dessen Vorstellung von einer Landethik die natürliche Umwelt als eine Gemeinschaft darstellt, die als Ganzes respektiert und geliebt werden muss. Eine ethische Handlung ist eine, welche die Integrität, Stabilität und Schönheit der Landgemeinschaft untermauert.

4: Die „ästhetische Theorie“ basiert auf der Arbeit von Theodor Adorno, welcher den Wert des ästhetischen, moralischen, expressiven Aspekts des menschlichen Lebens geltend machte, der sich an Freiheit, Spontanität und Kreativität orientiert. Umweltzerstörung wird durch Desorientierung und Entfremdung von der Natur durch eine eingeschränkte positivistische Auffassung von Rationalität verursacht. Natürliche Prozesse werden als vollständig vorhersehbar und leicht manipulierbar angesehen, Fortschritt, Autorität und technologische Regulierung begünstigen dies.

5: „Die Ökologie der Weisheit“ basiert auf der Arbeit von Arne Naess, der sich für das Prinzip der Tiefenökologie und die Widerlegung des atomistischen Individualismus einsetzt.

6: "Der Weg des Einen und der Vielen" basiert auf der Arbeit von Freya Mathews, die eine sinnliche Interpretation des Panpsychismus und die Idee entwickelt, dass die Integrität der natürlichen Umwelt und der Welt insgesamt von den vielen verschiedenen Bewusstseinsformen und Empfindungen begründet wird.

7: „Of Mind“ basiert auf der Arbeit von David Chalmers, der die Theorie des Russellschen Monismus weiterentwickelt. Die Vorstellung, dass bewusste Wahrnehmung nicht nur eine zufällige Funktion der Biologie ist, sondern der fundamentalen Ebene von Natur und Körperlichkeit innewohnt.

Instrumentierung

Die Musik wird für vier Sänger (Sopran, Mezzosopran, Tenor und Bassbariton), Chor (SATB), Orgel und großes Orchester eingespielt. Die Musik wurde 2019 komponiert und hat eine Dauer von ca. 47 Minuten.

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Von der Kontingenz

Sokrates (Bassbariton): Dieses Wasser fließt. Alle Dinge in Bewegung, nichts in Ruhe; Die Lehre des Heraklit; Nie wieder können wir in denselben Fluss eintauchen. Alles ist abhängig. Könnte dies dann auch anders sein?